Etappe 3 (Aragon): Von Sangüesa nach Puente La Reina
Nach dem Besuch von Sangüesa führt die Route des dritten Tages über Rocaforte, Ort des ersten Aufenthalts von Franz von Assisi in Spanien, zurück auf den Hauptweg, der aus Liédana kommt.
Weiter geht es auf dem Jakobsweg durch Navarra durch die Schlucht von Lumbier, einem Naturschutzgebiet besonderer Schönheit, in dem man u.a. die spektakuläre Schlucht des Irati-Flusses bewundern kann. Um über Hohlweg zu kommen, bauten die Römer hier einst eine Brücke, die später dann von den Jakobspilgern genutzt wurde, von der aber heute nichts mehr übrig ist.
Von Lumbier aus geht es über die Ortschaften La Venta de Judas, Nardues, Aldunata, Izco, Abinzano, Idocín, Salinas de Ibargoiti, mit seiner herrlichen freistehenden gotischen Kirche, nach Monreal, wo der Pilger die Ruinen der ehemaligen Burg und die Kirche San Martín de Tours besichtigen kann, die ursprünglich in gotischem Stil erbaut wurde, wovon aber aufgrund der umfangreichen Reformen im 17. Jahrhundert kaum noch etwas sichtbar ist.
Weiter geht es von Monreal auf dem Weg durch Navarra über Yarnoz, wo sich ein zinnenbesetzter Turm erhebt, Otano, mit seiner mittelalterlichen Brücke, Ezperun, Guerendiain nach Tiebas. Hier kann der Pilger die Ruinen der Burg und die gotische Kirche besichtigen und den Blick auf die Ebene von Pamplona genießen.
Von hier aus verläuft der Weg über Venta de Campañas und Enériz nach Eunate. Hier befindet sich Santa María de Eunate, eine Grabstätte oder “Leuchtturmkirche” mit achteckigem Grundriss und Hospiz. Auffallend sind hier besonders die freistehenden Bögen des Vorhofs. Von Eunate geht es weiter nach Obanos und Puente la Reina, wo sich diese Route mit dem aus Roncesvalles kommenden Pilgerweg vereint. Von hier ab folgt auch der aus Somport kommende Pilger der Route aus Roncesvalles.
In Puente la Reina kann man die Kreuzigungskirche (12. und 14. Jh.) besichtigen, die von den Rittern des Templerordens errichtet wurde. Sehenswert ist ebenfalls die Santiago-Kirche (12. Jh.) in der Calle Mayor, die eine der schönsten mehrfarbigen Statuen des Apostels beherbergt, die man auf dem gesamten Weg finden kann.