FESTEN

 

In Navarra hat sich ein reichhaltiges Netz aus Bräuchen und Gewohnheiten herausgebildet: herrliche Traditionen, Kaneval, Tänze, ländliche Sportarten, Pelota, Rindertreiben, Musikgruppen auf den Straßen, Jotas,... 

Und nicht zu vergessen natürlich die San Fermines.

 
Der Karneval in Navarra ist schön, charaktervoll, bunt und hat seine eigenen Gestalten.

Am beliebtesten ist der Karneval von Lanz, Alsasua, Ituren oder Zubieta, der Ende Januar und besonders im Februar gefeiert wird. 

Unter den Wallfahrtsfesten ist besonders das zu Ehren von San Francisco Javier, dem Schutzheiligen Navarras, an den beiden ersten Märzsonntagen hervorzuheben.

Eine besonders schöne Tradition ist der Tag der Floße in Burgui. Am ersten Samstag im Mai gedenken die ehemaligen Flößer ihrer gefährlichen Tätigkeit, indem Sie den Fluß auf Holzfloßen hinunterfahren.
     

Ein anderer, herrlicher Brauch ist der Tribut der Drei Kühe. In der Nähe von Isaba, neben La Piedra de San Martín, überreichen die Bürgermeister der französischen Seite am 13. Juli ihren Amtskollegen aus dem Roncaltal drei Kühe als Tribut für die Nutzung von Wasser und Weiden im Grenzbereich. 

Und am 27. September dann ziehen die Einwohner von Andosilla und San Adrián nach Arnedo in der Rioja, um die Heiligen Cosme und Damián zu entführen. Ein Bürger Navarras versucht die Riojaner mit einer eloquenten Rede zu überzeugen.

Da er sein Ziel nicht erreicht, laufen sie unter dem Ruf “Nach Navarra mit ihnen” los und nehmen die Heiligen mit. Die Riojaner stellen sich ihnen bis zu drei Mal den Weg und verabschieden sie schließlich mit einem “Bis nächstes Jahr”.  Und wieder kommen die Heiligen nicht nach Navarra.

Weihnachten wird im Zentrum und im Norden Navarras am 24. Dezember mit der Ankunft des Olentzero begangen, dem beliebten Köhler, der gern gut ißt und trinkt und von den Bergen herunterkommt, um die Geburt Jesu zu verkünden. 

Aus den Wetten, die unter Nachbarn im Zusammenhang mit ihren landwirtschaftlichen Tätigkeiten abgeschlossen wurden, entstanden die ländlichen Sportarten, die Herri Kirolak: Steine heben, Bäume fällen, Gewichte transportieren,... Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wozu diese Menschen in der Lage sind. 

Was die Tänze und die Musik angeht, so sollen hier  u.a. der Tennentanz (Baile de la Era) aus Estella mit seiner Dudelsackmusik, der Stocktanz von Cortes, die Tänze der Bolantes von Valcarlos, die Auroros (Sänger frühmorgendlicher Lobeshymnen), die Jota und die baskische Flöte Txistu Erwähnung finden.

Und abschließend zwei besonders eigentümliche Veranstaltungen, die im August stattfinden: das Schweinerennen in Arazuri und das Zornstoßen in Marcilla. Dabei handelt es sich um eine Art Weitwurf mit Hacken. Der Name Zornstoßen bezieht sich auf den Zorn, den die Arbeit mit diesem Ackergerät hervorruft.

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